Die Reise in mir ...

 

Er ist süß. Er ist nett. Sehr zuvorkommend und sehr geheimnisvoll. Vielleicht war es Trauer, gar Schmerz, was ihn an jenem Tag, so geheimnisvoll erscheinen ließ.

 

Wir lernten uns in einer Pizzeria kennen – was eigentlich nichts Ungewöhnliches ist. Ich kannte in der Gegend viele Leute, doch ihn hatte ich hier noch nie zuvor gesehen. Ich saß mit meiner Freundin Ela an einem der Tische und trank Wasser, während wir auf unsere Pizzen warteten. Es war bereits dunkel und sehr windig geworden, als plötzlich die Tür aufging und ER reinkam. Es sah so aus, als ob er von draußen durch einen Windstoß reingeschubst wurde. Er fuhr sich mit seiner Hand durchs schwarze, dichte, glänzende Haar und blickte wie auf Kommando direkt zur mir rüber. Ich spürte die Röte in meinem Gesicht aufsteigen, senkte meinen Blick auf das Glas und fing an, mit meinem Finger am Rand herum zu kreisen. Ich erhoffte mir, einen Ton zu hören – jedoch vergeblich. „Klappt anscheinend nur mit Wein“, dachte ich.

 

Er wurde zur einem der Tische begleitet, an dem es für zwei Personen angerichtet war. Also gab es keinen Zweifel, dass hier noch jemand hinzukommen würde, um mit ihm einen schönen Abend zu verbringen. Ich schmunzelte vor mich hin, als ich mich dabei erwischte, mein Kopfkino eingeschaltet zu haben. Ela trat mich leicht unter dem Tisch und räusperte sich.

 

„Was?“, hakte ich mit einem leicht verlegenen Grinsen nach. Nach kurzer Zeit tat sie es noch einmal. Erneut spürte ich einen leichten Tritt.

 

„Hallo, Erde an Zarah. Was ist plötzlich los mit dir? Seitdem er in diesen Raum ist, weißt du gar nicht mehr, dass auch ich noch da bin!“

 

„Das stimmt doch gar nicht. Okay“, gestand ich allerdings sofort ein, „ich gebe zu, er ist ziemlich süß!“

 

„Mag sein, aber wir haben hier unseren Abend. Du bist meine beste Freundin. Fast vier Wochen habe ich dich nicht gesehen und du ignorierst mich einfach. Ich habe mich wirklich auf dieses Treffen gefreut, Danke schön!“ Sie seufzte leicht theatralisch. „Ich dachte, es würde dich vielleicht nur bisschen interessieren, wie es mir geht, nachdem ich die letzten Wochen ohne W-Lan war und somit auch ohne Kontakt zur Außenwelt. Was ich in dieser harten Zeit alles so erlebt habe. Hallo! Sag mal, hörst du mir eigentlich zu???“

 

„Du hast vollkommen recht, es tut mir auch leid. Ich verspreche Besserung“, sagte ich mit einem Schmollmund. „Okay, also ... wie war den nun deine Reise?“

 

„Halt dich fest. Als wir in den australischen Dschungel aufbrachen und uns langsam rantasteten, wusste jeder von uns, dass es da Erl...“

 

Alles was sie ab jetzt sagte, hörte sich wie der Nachhall eines Echos in einem Tunnel an. Ich verstand die Worte nicht mehr. „Ah, lass mich ihn doch ansehen. So etwas Hübsches sehe ich nicht so schnell wieder. Und anscheinend gefalle ich ihm auch“, dachte ich. Ich träumte vor mich hin und konnte meinen Blick nicht von ihm lassen. Ich brachte es nicht fertig, mich abzuwenden. Wobei, wenn ich ehrlich bin, wollte ich Elas Gesichtsausdruck nicht sehen. Wenn Blicke töten könnten, wäre ich es mittlerweile eine Leiche gewesen. Die Verspannung löste sich etwas, als das Essen endlich an den Tisch gebracht wurde.

 

„Guten Appetit, Signorina“, sagte Sergio, einer der Kellner, zu mir, schenkte uns noch Wasser ein und verschwand wieder.

 

„Grazie!“, rief ich ihm nach und wanderte mit meinen Augen direkt wieder zu dem Unbekannten rüber.

 

„Ich lasse es jetzt einfach. Heute ist mit dir nicht zu reden, Madame!“, knurrte Ela, während sie sich die Serviette über die Schenkel legte.

 

„Guten Appetit!“, sagte ich und blickte sie an.

 

„Ja, danke, dir auch!!!“

 

„Oje, jetzt habe ich sie wirklich ungewollt verärgert!“, schoss es mir durch den Kopf. Ich hatte zwar Ela gegenüber ein total schlechtes Gewissen, trotz alldem konnte ich die Blicke zu ihm nicht lassen ... er die seinen indes zu mir auch nicht, wie ich merkte. Um die Situation zu entschärfen, versprach ich Ela einen Tag in der nächsten Woche, den ich nur mit ihr verbringen würde. Sie war damit einverstanden, doch für heute reichte es ihr. Wir bezahlten unser Essen und wollten gerade gehen, als ich den Drang verspürte, die Toilette aufzusuchen.

 

„Ela, ich muss noch kurz für kleine Mädchen. Fahr du schon mal nach Hause, ich düse auch gleich los!“

 

„Okay, wie du meinst!“, sagte sie und umarmte mich zum Abschied.

 

Auf dem Weg zur Toilette sah ich den Unbekannten nicht mehr an seinem Platz sitzen. „Wo ist er bloß hin? Hmm, eine volle Weinkaraffe steht auf seinem Tisch, also muss er hier irgendwo sein. Na ja, vielleicht raucht er sich draußen noch eine, bevor das Essen kommt“, sinnierte ich.

 

 

Genau hier, am Rande der Stadt, in der Galerie 7, wo sich alle Liebhaber von Musik, Literatur oder einfach nur Freunde treffen, wird am Samstag den 03 März 2018 Jubiläum gefeiert. Hier ist man gut aufgehoben und findet viele Gleichgesinnte, die gerne unterhalten werden. Die Galerie besteht bereits seit "50" Jahren, doch nur eine Frau hatte die Idee und den Mut, sich diesen alten Gemäuern zu nähern - meine Freundin und Inhaberin Bettina Döblitz. Mit Hilfe, Spenden sowie Sponsoren hat sie es geschafft das daraus zu machen, was es heute - ein Jahr später ist. Ein Treffpunkt mit Herz, mitten in Bottrop. Obwohl es am Anfang für unmöglich schien, hatte sie der Mut nicht verlassen, gleichzeitig war  sie motivierter den je um dieses Projekt zum Leben zu erwecken - was Ihr auch schließlich gelang. Egal welches Alter, hier ist jedermann gut und herzlich aufgehoben.

 

Herzlichen Glückwunsch von mir liebe Bettina ;)!!!

 

#nichtvergessen#kommen#gutelaunemitbringen#feiern#spaßhaben ... das ist das Motto für das doppelte Jubiläum.

 

Bettina Döblitz - Inhaberin und Gastgeberin,  öffnet am Samstag den: 03.03.2018 ab 11 bis einschließlich 20 Uhr ihre Pforten zu Galerie 7 auf der:  Böckenhoffstr.7 46236 Bottrop.

Pünktlich zum "1" doch eigentlich bereits zum "50" Jährigen Jubiläum, ist für gute Stimmung und Unterhaltung für Jedermann  etwas dabei. Es gibt: Musik, sowie Lesungen für die Ohren, aber auch eine Tombola mit tollen Gewinnen. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl  gesorgt. Mit einem Kuchenbuffet, Getränken und Grill kommt niemand zu kurz und ist herzlich Willkommen

 

 

 

Schaut vorbei und lasst uns gemeinsam feiern!

 

 

Viele liebe Grüße 

Ann@tte :*